

Der Wimmer-Sägekopf besticht durch folgende Merkmale. Er ist schräg aufgesetzt, was einen weicheren An- und Ausschnitt und eine höhere Schnittleistung bewirkt. Der schräge Wimmer-Sägekopf wurde von uns erstmals im Jahre 1996 ausgeliefert. Das Sägeblatt läuft auf Stahlgussrollen mit 850mm oder 1000mm Durchmesser, die jeweils zweifach mit Zylinderrollenlagern groß dimensioniert gelagert sind. Gegenüber Grauguss zeichnet sich Stahlguss durch eine wesentlich höhere Standzeit aus. Die massiven Quadratrohre oder Rechteckrohre sind auf insgesamt 16 Messingplatten mit langem Lagerungsabstand exakt geführt. Auch ist es möglich bei kleineren Stämmen mit weniger Druck zu sägen, ohne dass das Sägeblatt verläuft, was zu einer weiteren Erhöhung der Lebensdauer des Sägeblattes führt.
Wir haben eine echte Mittelspannung, die nicht nach oben versetzt ist. Somit können Verwindungen durch schräg auftretende Kräfte gar nicht entstehen können. Die Spannung erfolgt über ein Herzstück gleichmäßig auf beiden Seiten.
Dieser ist sehr stabil ausgeführt und oben nochmals mit Knotenrohre verstärkt. Seitliche Druckrollen am Grundrahmen verhindert ein Aufschaukeln des Wimmer-Sägekopfes im oberen Schnittbereich. Der Laufschlitten läuft unterhalb der Stammauflage auf groß dimensionierten Rollen. Der Vorteil dabei ist, dass Laufrollen auf der Stammauflage nicht mehr stören. Die innen liegenden Rollen sind vor Schmutz geschützt. Außerdem läuft der Sägeschlitten nicht auf einem separaten Rahmen, sondern auf demselben Rahmen, auf dem auch die Stämme liegen. Dadurch ist ein exaktes und maßhaltiges Schnittbild gewährleistet.
Die Kupferabstreifer sind so angebracht, dass die Sägespäne sofort nach außen gelangen und nicht auf das Sägeblatt fallen. Großzügig ausgelegte Filzplatten halten das Gussrad sauber und verteilen das Schmiermittel gleichmäßig. Spezielle Leitbleche für die Sägespäne verhindert Verwirbelungen, somit bleiben keine Sägespäne in den Schutzvorrichtungen liegen. Alle Kupferabstreifer und Filzauflagen arbeiten mit Schwerkraft. Damit werden Störungen bei Defekt von Federn verhindert. Das Schmiermittel wird durch ein Magnetventil beim Start des Hauptmotors automatisch dazugeschaltet und kann über ein Ventil exakt dosiert werden, ein groß dimensionierter Behälter erspart häufiges Nachfüllen. Auf Wunsch gibt es auch eine Druckschmierung.
Die Höhenverstellung erfolgt über einen Getriebemotor und zwei Rollenketten, so dass der Säge-Schlitten gleichmäßig geführt wird. Jeweils zwei Kugellager mit Verschleißring mit weitem Abstand sorgen für eine exakte Führung des Vertikalschlittens. Zusätzlich wird der Vertikalschlitten seitlich noch mit großen einstellbaren Führungsbolzen fixiert. Dieses ermöglicht einen stressfreien Lauf des Sägeblatts und dadurch eine lange Standzeit. Dadurch ist eine absolut exakte Positionierung über einen Joystick am Bedienerstand möglich. Fast alle unsere Blockbandsägen werden heute mit einer elektronischen Positioniersteuerung ausgerüstet.
Der Vorschub erfolgt über einen beidseitigen Seilantrieb, was ein Ruckeln des Wimmer-Sägekopfes bei Lastwechsel verhindert. Die stufenlose Verstellung erreichen wir durch den Einsatz seit Jahren in der Elektrotechnik bewährter Frequenzumwandler, die Steuerung übernimmt der gleiche Joystick wie der für die Höhenverstellung, somit hat man hier eine echte Einhandbedienung der Blockbandsäge von einem zentralem Bedienerstand aus. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Verstellmöglichkeit des Frequenzumwandlers, dadurch kann man bei schwachen Stämmen die Geschwindigkeit erhöhen, (bis 60 m/min)was zu einer deutlichen Leistungssteigerung führt. Bei extrem großen Stämmen kann durch die Herabsetzung der Frequenz die Vorschubgeschwindigkeit sehr fein dosiert werden. Für den Vorschub gibt es von uns auf Wunsch einige Besonderheiten. Dies beginnt mit dem Automatischen Vorschub und dem Rücklauf über den Fußschalter bis hin zur Vollautomatik.
Durch vier einstellbare Klötze mit 30mm Durchmesser wird das Wimmer-Sägeblatt exakt geführt. Das Material der Klötze wird seit Jahrzehnten bei Blockbandsägen erfolgreich eingesetzt und ist sehr verschleißarm. Die Führung selbst ist sehr stabil und mit dem Bandführungsarm verschweißt, dadurch wird verhindert, dass bei Fehlbedienung sich die Führung verstellen kann. Der Bandführungsarm wird mit Messingplatten geführt und mit einem Prisma gespannt, womit eine absolute Präzision der Führung gewährleistet wird. Ein Kupferabstreifer dient als erster Späneabweiser. Als zweiter Späneabweiser ist auf dem Hauptrahmen noch ein verschleißfreier Edelstahlabstreifer montiert. Die Verstellung der Blattführung ist auch hydraulisch lieferbar.
Der Wimmer-Sägeblattantrieb erfolgt durch einen Elektro-Bremsmotor. Dieser hat den Vorteil, dass er leise, abgasfrei, langlebig, und vibrationsfrei ist. Der groß dimensionierte Schaltschrank ist bei mobilen Blockbandsägen leicht von außen zugänglich und trotzdem geschützt am Grundrahmen angebracht. Auf Wunsch gibt es eine abnehmbare Schutzplatte. Bei stationären Blockbandsägen ist der Schaltschrank nicht an der Wimmer-Säge montiert. Er wird geschützt von Schmutz an einer exponierten Stelle montiert.
Der Vorschneider entfernt mit einem hartmetallbestückten Kreissägeblatt schmutzige Rinde und Steine an der Blatteinlaufseite und erhöht dadurch die Standzeit des Sägeblattes erheblich. Er ist direkt am Hauptrahmen befestigt und hat einen kurzen Schwenkarm, deshalb behält er immer seine exakte Position. Für verschiedene Holzarten kann die Einschnitttiefe verstellt werden. Eine gefederte Aufhängung schützt ihn vor Beschädigungen bei Fehlbedienungen. Es ist auch möglich an der Ausschnittseite einen Vorschneider anzubringen.
Der Spänekasten sammelt das Sägemehl und leert es nach hydraulischer Betätigung an einer beliebigen Stelle aus. Mit unserer SPS-Steuerung ist es auch möglich, eine automatische Entleerung vorzunehmen.